Willkommen beim
Freundeskreis Humboldt-Schloss
Burgörner-Hettstedt e.V.

Das Humboldt-Schloss in Burgörner

Das Humboldt-Schloss in Burgörner war die Heimat des jungen Wilhelm von Humboldt. Nach seiner Jugend in Berlin und Studien in Göttingen verbrachte er in Burgörner nach seiner Eheschließung mit Caroline von Dacheröden 1791 seine ersten Ehejahre, bevor er als preußischer Gesandter nach Rom bestellt wurde. Das Schloss in Burgörner gehörte neben einem weiteren Schloß in Auleben (Landkreis Nordhausen) zum Besitz des Schwiegervaters, dem Erfurter Kammerpräsidenten von Dacheröden. In der Folge verblieb das Schloss Burgörner bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Humboldt.

Das Ehepaar Caroline und Wilhelm von Humboldt war eng befreundet mit Größen seiner Zeit wie Schiller und Goethe, was dem Schloß Burgörner einen festen Platz auf der Landkarte des deutschen Idealismus und der Romantik gibt. Im Umkreis von 100 Kilometern befinden sich Weimar, Jena und das Goethetheater Bad Lauchstädt. Nur 5 Kilometer von Burgörner entfernt wurde Friedrich von Hardenberg, besser bekannt als der Dichter Novalis, in Wiederstedt geboren.

Die Bedeutung Wilhelm von Humboldts als Staatsmann und Gelehrter drückt sich in seinem Leben bereits durch seine Teilnahme am Wiener Kongress, die Gründung der Berliner Universität und seine allgemeinen Reformen des preußischen Bildungswesens aus. International wird der Ruhm der Familie Humboldt noch ergänzt durch die einzigartigen wissenschaftlichen Leistungen des 2 Jahre jüngeren Bruders Alexander von Humboldt, der mit seinen Entdeckungsreisen in Süd- und Mittelamerika einen ganzen Kontinent erschloß. Leider gibt es keinen Beleg für einen Besuch Alexanders in Burgörner, aber es liegt nahe, daß die Brüder auch während dieser Zeit ihren Kontakt gepflegt haben.

Burgörner liegt im Bereich des Mansfelder Kupferschieferbergbaus, der am Ende des 18. Jahrhunderts in der frühen Industrialisierung an Bedeutung zunahm. Im Gutsbereich des Schlosses Burgörner stand die erste deutsche Dampfmaschine, die zum Abpumpen von Wasser aus den Stollen Einsatz fand. Caroline und Wilhelm von Humboldt waren Zeitzeugen dieser industriellen Entwicklung und belegen dies in ihrem Briefwechsel. In der Folge wuchs bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die Kupferindustrie rund um das Schloss zu beachtlichen Größen. Dokumentiert wird diese Berg- und Hüttengeschichte heute durch das Mansfeld Museum, welches im Humboldt Schloss angesiedelt ist. Das Haus beherbergt daneben eine thematische Ausstellung zur Familie Humboldt.

Die deutsche Humboldt Gesellschaft mit Sitz in Mannheim hat im Mai die Bedeutung des Gebäudes in einer Feierstunde gewürdigt. Bei dieser Gelegenheit wurde das Gebäude offiziell mit dem Namen Humboldt-Schloss versehen, zu welchem Zweck eine Bronzetafel am Gebäude angebracht wurde. Das Schloss Burgörner gehört neben Auleben und Berlin-Tegel zu den wesentlichen Orten in Deutschland, an denen das Wirken Wilhelm von Humboldts verortet werden kann.

Heute gehört der Ort Burgörner zur Stadt Hettstedt, deren Namen eng mit dem Mansfelder Kupferschieferbergbau verbunden ist. Während der Bergbau selbst über die Jahrhunderte in immer tiefere Schichten nach Süden Richtung Sangerhausen vordringen mußte, blieb Hettstedt der Standort für die Hüttenindustrie. Landschaft und Stadt Hettstedt sind geprägt von der Schwerindustrie. Anerkannt wurde dies auch vom VDI, dem Verband deutscher Ingenieure, welcher in Hettstedt ein Denkmal für die erste deutsche Dampfmaschine errichtete.

Der Freundeskreis Humboldt-Schloss hat sich zur Aufgabe gesetzt, das Andenken an das Wirken der Familie von Humboldt im Raum Hettstedt zu pflegen. Wir arbeiten eng mit der Stadt Hettstedt, dem Landkreis Mansfeld Südharz und der deutschen Humboldt Gesellschaft zusammen. Für Anregungen, Hinweise und Ihre Mitarbeit sind wir immer offen.

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